Eines der größten Hindernisse insbesondere für Rollstuhlfahrer ist in den USA noch nicht aus der Welt: Die Schwierigkeit, Naturschönheiten wie die US-Nationalparks für Behinderte zugänglich zu machen. Es werden zwar auf diesem Gebiet große Anstrengungen unternommen, dennoch gibt es nach wie vor Probleme für Menschen mit Behinderung, die einen Nationalpark besuchen möchten. In der Zeit meines Auslandsstudiums habe ich Nationalparks und “recreation sites” in Minnesota und North Dakota besucht.
Der „Access Pass“ gilt nur für US-Bürger
Nicht nur Touristen aus dem Ausland, die Nationalparks besuchen möchten, leiden unter den Hindernissen. Zwar gibt es mittlerweile den „Access Pass“, der Behinderten freien Eintritt zu den Nationalparks bietet. Diesen Pass sowie die damit verbundenen Ermäßigungen (für Bootstouren, Führungen etc.) können jedoch nur US-Staatsbürger sowie Menschen, die permanent in den USA wohnen, beantragen. Und die naturgegebenen Barrieren in Nationalparks werden dadurch natürlich auch nicht aus der Welt geschafft…
Schwierige Aufgabe für den „National Park Service“
Zwar wurden in vielen Nationalparks bereits behindertengerechte Wanderwege eingerichtet, sanitäre Einrichtungen umgebaut und andere Umbaumaßnahmen durchgeführt. Andererseits begibt sich der zuständige, von der Regierung beauftragte „National Park Service“ hier auf eine Gratwanderung zwischen den Interessen der Behinderten und der Erhaltung der unberührten Natur in den Nationalparks. Ein Zuviel an Umbaumaßnahmen käme zwar Menschen mit Behinderung, welche die Nationalparks besuchen möchten, zugute. Vom ursprünglichen Charakter der Parks, der so viele Einheimische und Touristen anlockt, wäre dann jedoch nicht mehr viel übrig. Zum Schluss noch ein Tipp: Wendy Roth und Michael Tompane haben zu dem Thema „Zugängliche Nationalparks“ ein Buch in englischer Sprache veröffentlicht; dort finden Interessierte Tipps für Besuche in den amerikanischen Nationalparks, Routenvorschläge, Empfehlungen für die am besten zugänglichen Parks, etc.
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