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Montag, Juni 15th, 2009

Die Wahl des Studienorts ist wichtig für ein erfolgreiches Auslandsstudium. Ihr solltet deshalb – abhängig von eigenen Interessen und Voraussetzungen – die für euch passenden Hochschulangebote recherchieren.

Bestehende Auslandsverbindungen der Hochschule, bestimmte Forschungsschwerpunkte und das Ansehen von Professoren können zusätzliche Entscheidungskriterien sein. Verschafft euch eine möglichst genaue Kenntnis über die Verhältnisse an eurem möglichen Studienort und der Hochschule.

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Die Vorbereitung eines Auslandsstudiums kostet  – egal ob der Student eine Behinderung hat oder nicht – enorm viel Zeit und Aufwand. Länger dauert es bei Menschen mit Behinderung oft nur deshalb, weil natürlich die gesundheitlichen Aspekte eine Rolle spielen und die medizinische Versorgung, Versicherung etc. gewissenhaft vorbereitet werden muss. Dennoch, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Mühe lohnt sich, denn man lernt eine Menge für das spätere Leben in Selbständigkeit!

In meinem Fall hat die gesamte Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt knapp zwei Jahre gedauert. Hier ein paar Hinweise zu den einzelnen Schritten. (weiterlesen…)

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausführlicher auf das Thema „Krankenversicherung“ beim Auslandsstudium mit Behinderung zurückkommen und euch ein paar Tipps geben, auf was ihr diesbezüglich achten solltet.

Abschluss einer privaten Krankenversicherung für mich notwendig

Der Abschluss der richtigen Krankenversicherung war vor meinem Auslandsaufenthalt eine der größten Hürden, die ich zu überwinden hatte. Zwar gibt es innerhalb der Europäischen Union Abkommen zwischen den einzelnen Staaten für gesetzlich Versicherte; diese Abkommen gelten jedoch nicht außerhalb Europas und damit auch nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Für die USA musste ich also eine private Krankenversicherung abschließen. Dies gestaltete sich aus folgenden Gründen sehr schwierig.

Vorschriften bei Reise-Auslandskrankenversicherungen

Erstens: Die normalen Auslandskrankenversicherungen, die man in Zusammenhang mit Auslandsreisen abschließt, gelten höchstens drei Monate in Folge.

Zweitens: Private Krankenversicherungen verlangen immer ein Gesundheitszeugnis als zusätzliche „Absicherung“, wenn etwas passiert – für mich als Student mit chronischer/dauerhafter „Vorerkrankung“, wie es offiziell heißt, natürlich nicht gerade günstig…

Die Rettung: Ein Rundum-Paket eines Dienstleisters ohne Gesundheitsüberprüfung

Nach umfangreicher Recherche habe ich schließlich ein „Rundum-Paket“ bei einem Finanzdienstleister gefunden. Dieses Paket beinhaltete auch eine Krankenversicherung, allerdings ohne die von anderen Versicherungsanbietern vorgeschriebene Gesundheitsüberprüfung. Damit war schließlich alles klar, und ich konnte den nächsten Punkt auf meiner Vorbereitungs-Liste abhaken…

Wer einen längeren Auslands-Studienaufenthalt plant, sollte sich vorab noch gründlich von Ärzten untersuchen lassen. Gerade für Menschen mit Behinderung ist ein solcher Check-up wichtig und sinnvoll, da hier eine Erkrankung im Ausland zu größeren Schwierigkeiten führen kann.

Im Ausland weniger Ärzte mit behindertengerechter Praxis

Gegebenenfalls hat man keinen Ansprechpartner in medizinischen Belangen und evtl. vorhandene Sprachbarrieren können dies noch zusätzlich erschweren. Beherrscht man zum Beispiel in der Anfangszeit die Landessprache noch nicht richtig, ist es schwer, den optimalen Arzt zu finden. Solche Ärzte findet man auch daheim oft auf Empfehlung, was aber im Ausland aufgrund der zu Anfang zwangsläufig geringeren sozialen Kontakte nicht leicht ist.

Zudem ist es im Ausland oftmals schwer, einen Arzt mit behindertengerechtem Zugang und der entsprechenden Ausstattung zu finden.

Auslandskrankenversicherungen oft nicht lange gültig

Was viele Patienten nicht wissen: Behandlungen im Ausland können sehr teuer werden, da viele Krankenkassen nicht grundsätzlich alle Kosten für Arztleistungen, wie zum Beispiel Zahnersatz übernehmen. Zudem gelten auch Auslandskrankenversicherungen oft nur für ein paar Wochen oder Monate.

Auf Qualifikation/Berufserfahrung des jeweiligen Facharztes achten

Weiter stellt sich bei Behandlungen im Ausland auch immer die Frage nach der Qualifikation des behandelnden Arztes. Die Geltendmachung möglicher Garantieansprüche kann bisweilen schwer werden, da man – auch wenn man schon wieder zurück in Deutschland ist – teilweise zu dem behandelnden Arzt reisen muss, um Behandlungsfehler kostenfrei korrigieren zu lassen. Insbesondere bei Zahnbehandlungen (z. B. Zahnimplantaten) kommt dies öfters vor.

Check-Up noch vor der Abreise durchführen lassen

Daher empfehle ich euch, noch vor der Abreise ins Ausland einen umfassenden medizinischen Check-up machen zu lassen. Denn wenn vorab die wesentlichen gesundheitlichen Fragen geklärt sind, steht dem erfolgreichen Auslandsstudium nichts mehr im Wege.

Mittwoch, Juli 2nd, 2008

Das Vorhaben, in den USA zu studieren, wurde auch in meinem Fall von den Studiengebühren an amerikanischen Hochschulen etwas “durcheinander gebracht”.

Für amerikanische Schulabgänger gibt es viele Möglichkeiten, Stipendien für das Studium zu beantragen. Für ausländische Studenten, besonders Studenten mit Behinderung wie mich (Querschnittlähmung von Geburt an), ist die Situation etwas komplizierter.

Dennoch hatte ich Glück und wurde nach ausgiebiger Recherche und Telefon- bzw. E-Mail-Recherche mit etwa 250 Organisationen und Anbietern von Stipendien doch noch fündig: Der „Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs“, eine private Organisation, welche sich die Förderung der deutsch-amerikanischen Freundschaft zur Aufgabe gemacht hat, erklärte sich schließlich zur Übernahme der Studiengebühren für mein Auslandsstudium bereit. Allerdings waren in diesem Stipendium lediglich die Studiengebühren enthalten, nicht aber die Lebenshaltungskosten und die Kosten für meine medizinische Versorgung vor Ort.