Archive for the ‘ Vorbereitung ’ Category

Dienstag, November 22nd, 2011

Die Frage stellt sich für viele Schülerinnen und Schüler, die gerade ihr Abitur hinter sich haben. Was soll ich studieren? Gerade für Behinderte, die gerne einmal ins Ausland möchten, ist leider nicht alles so barrierefrei, wie es gewünscht ist. Allerdings gibt es eine Menge Möglichkeiten, der Sache auf den Grund zu gehen.

Bevor man sich entscheidet, sollten wichtige Dinge geklärt werden.

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Entschließt sich ein behinderter Studierender einen Teil seines Studiums im Ausland zu absolvieren, kann er bei verschiedenen Hochschulen eine Beratung in Anspruch nehmen. Eine Hochschule, der die Belange und Bedürfnisse behinderter Menschen besonders am Herzen liegt, ist die Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Behinderte Studierende, die dort studieren und sich zum Ziel gesetzt haben, ihr Studium durch einen Aufenthalt im Ausland zu bereichern, haben Anspruch auf ein umfassendes Beratungsangebot.

Eine Beauftragte, die sich exklusiv um die Belange Studierender mit Behinderung kümmert, kann von den betroffenen Studierenden aufgesucht werden. Gemeinsam werden die Möglichkeiten für jeden Einzelnen analysiert. Die Mitarbeiterin der technischen Hochschule gibt ausführliche Informationen über das Studienangebot im Ausland. Weiterhin sucht sie mit dem behinderten Studenten nach einer geeigneten Finanzierungsmöglichkeit. Ebenso klärt sie mit dem Student, welche Vorkehrungen getroffen werden müssen, um das Studium im Ausland erfolgreich durchführen zu können. Auch für eine Assistenz wird gesorgt. (weiterlesen …)

Blinde und sehbehinderte Studierende können sich auf verschiedene Stipendien bewerben, die es ihnen ermöglichen, einen Studienaufenthalt im Ausland durchzuführen. Die finanzielle Förderung wird auch benötigt. Blinde und sehbehinderte Studierende brauchen Unterstützung für die erfolgreiche Durchführung ihres Studiums im Ausland. Beispielsweise muss eine Vorlesekraft und eine Betreuungsperson sie zu den Vorlesungen und Seminaren an den ausländischen Universitäten begleiten.

Eine Stiftung, die ausschließlich blinde und sehbehinderte Studierende mit einem Stipendium für einen universitären Auslandsaufenthalt unterstützt, ist die Paul und Charlotte Knise Stiftung. Der Antrag kann formlos von den behinderten studierenden eingereicht werden. Die Stiftung ist in Berlin ansässig und bietet blinden und sehgeschädigten Studierenden eine umfassende Beratung an. (weiterlesen …)

Ein Semester im Ausland zu studieren ist für den erfolgreichen Abschluss eines Hochschulstudiums wichtig geworden. Dies gilt auch für Menschen mit einer Behinderung. Da behinderte Menschen individuelle Bedürfnisse haben und häufig auch der Förderbedarf, sowie die Organisation des Auslandsaufenthalts einer langen Planung bedürfen, sollte das auch bei einem Studienaufenthalt in England so sein.

Ein behinderter Student der Dokumentations- und Kommunikationswissenschaft entschloss sich dazu sein Praxissemester an einer englischen Hochschule zu verbringen. Ausschlaggebend für die Wahl des Landes war vor allem die Sprache. Der betroffene Student verfügte über gute Englischkenntnisse und deshalb fiel die Wahl auf eine englische Hochschule. Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz hörte sich der schwerhörige Studierende zunächst in seinem näheren Umfeld um. Er erfragte, ob Firmen in England bekannt seien, an die er sich wenden könne. Ebenso recherchierte der Studierende umfassend im Internet nach Firmen, die ihn interessieren könnten. Letztendlich kam der Student bei einer Firma, die mobile, elektronische Messgeräte für chemische und physikalische werte herstellt unter. Besonders wichtig für einen behinderten Studierenden ist der Erfahrungsaustausch. So unterhielt sich der schwerhörige Student, bevor er sein Praxissemester in England absolvierte mit einer behinderten Studentin, die bereits dort gewesen ist. Die neuen Informationen halfen ihm bei der Organisation und Durchführung seines Aufenthalts im Ausland. (weiterlesen …)

Am 11. Mai 2011 findet auf dem Campus der Universität Rostock eine Informationsveranstaltung zum Thema „Studieren im Ausland“ statt. Im Audimax in der Ulmenstraße 69 der Universität können interessierte Studierende sich an verschiedenen Informationsständen umfassend informieren. In zahlreichen Informationsveranstaltungen werden alle aufkommenden Fragen, die im Zusammenhang mit einem Studienaufenthalt im Ausland stehen erörtert. Behinderte Studierende können sich über spezielle Förderprogramme informieren. So werden beispielsweise Programme von ERASMUS und des DAAD näher vorgestellt. Hier erhalten behinderte Studierende Informationen über ihre Möglichkeiten bezüglich eines Studiums im Ausland.

Weiterhin geben Rostocker Studenten Erfahrungsberichte zum Besten. Behinderte Studierende können also von den Eindrücken und Erfahrungen anderer Studenten profitieren und diese in ihren eigenen Auslandsaufenthalt einfließen lassen.

Nähere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Webseite der Universität Rostock.

 

Dienstag, April 26th, 2011

Studierende die beabsichtigen, ein oder mehrere Semester an einer Universität im Europäischen Ausland zu studieren, können auf die Förderungsmöglichkeiten des ERASMUS Programms zurückgreifen. Dieses Programm ermöglicht Studierenden einen Auslandsaufenthalt und stellt dafür entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung. Die im Ausland absolvierten Semester können an der heimischen Universität anerkannt werden. Am ERASMUS Programm können natürlich auch Studierende mit einer Behinderung teilnehmen.

Da die Bedürfnisse behinderter Studierender individuell und häufig mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden sind, bietet das ERASMUS Programm für diese Menschen besondere Förderangebote. Zum Einen können sich Studierende mit einer Behinderung umfassend über ihre Möglichkeiten informieren. Angehörige der Europäischen Kommission unterstützen behinderte Studenten bei der Klärung verschiedener Fragen. ERASMUS legt vor Allem großen Wert auf eine umfassende Beratung. Weiterhin werden behinderte Studierende bei der Aufnahme ihres Studiums an einer europäischen Partneruniversität unterstützt. (weiterlesen …)

Montag, Juni 15th, 2009

Die Wahl des Studienorts ist wichtig für ein erfolgreiches Auslandsstudium. Ihr solltet deshalb – abhängig von eigenen Interessen und Voraussetzungen – die für euch passenden Hochschulangebote recherchieren.

Bestehende Auslandsverbindungen der Hochschule, bestimmte Forschungsschwerpunkte und das Ansehen von Professoren können zusätzliche Entscheidungskriterien sein. Verschafft euch eine möglichst genaue Kenntnis über die Verhältnisse an eurem möglichen Studienort und der Hochschule.

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Die Vorbereitung eines Auslandsstudiums kostet  – egal ob der Student eine Behinderung hat oder nicht – enorm viel Zeit und Aufwand. Länger dauert es bei Menschen mit Behinderung oft nur deshalb, weil natürlich die gesundheitlichen Aspekte eine Rolle spielen und die medizinische Versorgung, Versicherung etc. gewissenhaft vorbereitet werden muss. Dennoch, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Mühe lohnt sich, denn man lernt eine Menge für das spätere Leben in Selbständigkeit!

In meinem Fall hat die gesamte Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt knapp zwei Jahre gedauert. Hier ein paar Hinweise zu den einzelnen Schritten. (weiterlesen …)

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausführlicher auf das Thema „Krankenversicherung“ beim Auslandsstudium mit Behinderung zurückkommen und euch ein paar Tipps geben, auf was ihr diesbezüglich achten solltet.

Abschluss einer privaten Krankenversicherung für mich notwendig

Der Abschluss der richtigen Krankenversicherung war vor meinem Auslandsaufenthalt eine der größten Hürden, die ich zu überwinden hatte. Zwar gibt es innerhalb der Europäischen Union Abkommen zwischen den einzelnen Staaten für gesetzlich Versicherte; diese Abkommen gelten jedoch nicht außerhalb Europas und damit auch nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Für die USA musste ich also eine private Krankenversicherung abschließen. Dies gestaltete sich aus folgenden Gründen sehr schwierig.

Vorschriften bei Reise-Auslandskrankenversicherungen

Erstens: Die normalen Auslandskrankenversicherungen, die man in Zusammenhang mit Auslandsreisen abschließt, gelten höchstens drei Monate in Folge.

Zweitens: Private Krankenversicherungen verlangen immer ein Gesundheitszeugnis als zusätzliche „Absicherung“, wenn etwas passiert – für mich als Student mit chronischer/dauerhafter „Vorerkrankung“, wie es offiziell heißt, natürlich nicht gerade günstig…

Die Rettung: Ein Rundum-Paket eines Dienstleisters ohne Gesundheitsüberprüfung

Nach umfangreicher Recherche habe ich schließlich ein „Rundum-Paket“ bei einem Finanzdienstleister gefunden. Dieses Paket beinhaltete auch eine Krankenversicherung, allerdings ohne die von anderen Versicherungsanbietern vorgeschriebene Gesundheitsüberprüfung. Damit war schließlich alles klar, und ich konnte den nächsten Punkt auf meiner Vorbereitungs-Liste abhaken…

Wer einen längeren Auslands-Studienaufenthalt plant, sollte sich vorab noch gründlich von Ärzten untersuchen lassen. Gerade für Menschen mit Behinderung ist ein solcher Check-up wichtig und sinnvoll, da hier eine Erkrankung im Ausland zu größeren Schwierigkeiten führen kann.

Im Ausland weniger Ärzte mit behindertengerechter Praxis

Gegebenenfalls hat man keinen Ansprechpartner in medizinischen Belangen und evtl. vorhandene Sprachbarrieren können dies noch zusätzlich erschweren. Beherrscht man zum Beispiel in der Anfangszeit die Landessprache noch nicht richtig, ist es schwer, den optimalen Arzt zu finden. Solche Ärzte findet man auch daheim oft auf Empfehlung, was aber im Ausland aufgrund der zu Anfang zwangsläufig geringeren sozialen Kontakte nicht leicht ist.

Zudem ist es im Ausland oftmals schwer, einen Arzt mit behindertengerechtem Zugang und der entsprechenden Ausstattung zu finden.

Auslandskrankenversicherungen oft nicht lange gültig

Was viele Patienten nicht wissen: Behandlungen im Ausland können sehr teuer werden, da viele Krankenkassen nicht grundsätzlich alle Kosten für Arztleistungen, wie zum Beispiel Zahnersatz übernehmen. Zudem gelten auch Auslandskrankenversicherungen oft nur für ein paar Wochen oder Monate.

Auf Qualifikation/Berufserfahrung des jeweiligen Facharztes achten

Weiter stellt sich bei Behandlungen im Ausland auch immer die Frage nach der Qualifikation des behandelnden Arztes. Die Geltendmachung möglicher Garantieansprüche kann bisweilen schwer werden, da man – auch wenn man schon wieder zurück in Deutschland ist – teilweise zu dem behandelnden Arzt reisen muss, um Behandlungsfehler kostenfrei korrigieren zu lassen. Insbesondere bei Zahnbehandlungen (z. B. Zahnimplantaten) kommt dies öfters vor.

Check-Up noch vor der Abreise durchführen lassen

Daher empfehle ich euch, noch vor der Abreise ins Ausland einen umfassenden medizinischen Check-up machen zu lassen. Denn wenn vorab die wesentlichen gesundheitlichen Fragen geklärt sind, steht dem erfolgreichen Auslandsstudium nichts mehr im Wege.