Wer einen längeren Auslands-Studienaufenthalt plant, sollte sich vorab noch gründlich von Ärzten untersuchen lassen. Gerade für Menschen mit Behinderung ist ein solcher Check-up wichtig und sinnvoll, da hier eine Erkrankung im Ausland zu größeren Schwierigkeiten führen kann.
Im Ausland weniger Ärzte mit behindertengerechter Praxis
Gegebenenfalls hat man keinen Ansprechpartner in medizinischen Belangen und evtl. vorhandene Sprachbarrieren können dies noch zusätzlich erschweren. Beherrscht man zum Beispiel in der Anfangszeit die Landessprache noch nicht richtig, ist es schwer, den optimalen Arzt zu finden. Solche Ärzte findet man auch daheim oft auf Empfehlung, was aber im Ausland aufgrund der zu Anfang zwangsläufig geringeren sozialen Kontakte nicht leicht ist.
Zudem ist es im Ausland oftmals schwer, einen Arzt mit behindertengerechtem Zugang und der entsprechenden Ausstattung zu finden.
Auslandskrankenversicherungen oft nicht lange gültig
Was viele Patienten nicht wissen: Behandlungen im Ausland können sehr teuer werden, da viele Krankenkassen nicht grundsätzlich alle Kosten für Arztleistungen, wie zum Beispiel Zahnersatz übernehmen. Zudem gelten auch Auslandskrankenversicherungen oft nur für ein paar Wochen oder Monate.
Auf Qualifikation/Berufserfahrung des jeweiligen Facharztes achten
Weiter stellt sich bei Behandlungen im Ausland auch immer die Frage nach der Qualifikation des behandelnden Arztes. Die Geltendmachung möglicher Garantieansprüche kann bisweilen schwer werden, da man – auch wenn man schon wieder zurück in Deutschland ist – teilweise zu dem behandelnden Arzt reisen muss, um Behandlungsfehler kostenfrei korrigieren zu lassen. Insbesondere bei Zahnbehandlungen (z. B. Zahnimplantaten) kommt dies öfters vor.
Check-Up noch vor der Abreise durchführen lassen
Daher empfehle ich euch, noch vor der Abreise ins Ausland einen umfassenden medizinischen Check-up machen zu lassen. Denn wenn vorab die wesentlichen gesundheitlichen Fragen geklärt sind, steht dem erfolgreichen Auslandsstudium nichts mehr im Wege.