Bildung ist wichtig, gute Bildung noch wichtiger. Gerade in Zeiten, in denen es auf dem Arbeitsmarkt nicht allzu rosig aussieht, uns gleichzeitig aber Fachkräfte fehlen, muss jeder, der einmal wirklich gute Berufsaussichten haben möchte, möglichst viel für seine Bildung tun. (weiterlesen …)
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Hast Du Lust auf ein wenig Abwechslung vom Sprachkurs an der heimischen Uni? Warum nicht an eine Sprachschule ins Ausland gehen und die Sprache mithilfe eines Sprachkurses vor Ort lernen. Sprachkurse dienen dabei nicht nur dem Auffrischen und Verbessern der Sprachkenntnisse, sie sind auch eine ideale Vorbereitung für dein Auslandsstudium.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Reisen während eines Auslandsaufenthalt für viele Studenten mit einer Behinderung als hinderlich eingeschätzt wird und deshalb oft nicht in Angriff genommen wird. Das Reisen mit einer Behinderung in den USA ist aber eine überschaubare Angelegenheit. Das Auslandsstudium gewinnt an Qualität und man kann sich ein besseres Bild von Land und Leute machen. Also, Informationen heranschaffen und die Reise planen. Hier schonmal eine paar Hilfestellungen:
Für Teilnehmer/innen am Sokrates/Erasmus-Programm besteht die Möglichkeit, Sondermittel für den behinderungsbedingten Mehrbedarf zu beantragen.
Besonders beim Auslandsstudium kann finanzielle Unterstützung besonders wichtig sein. Mit dem Auslands-BAfÖG habt ihr eine Möglichkeit das Auslandstudium gut zu meistern!
Während eures Auslandsstudiums bekommt ihr für mindestens zwei Semester weiter BAföG. Da es einen Auslandszuschlag gibt, könnten evtl. auch Studierende BAföG erhalten, die in Deutschland wegen des zu hohen Einkommens ihrer Eltern keinen Anspruch haben.
Die Wahl des Studienorts ist wichtig für ein erfolgreiches Auslandsstudium. Ihr solltet deshalb – abhängig von eigenen Interessen und Voraussetzungen – die für euch passenden Hochschulangebote recherchieren.
Bestehende Auslandsverbindungen der Hochschule, bestimmte Forschungsschwerpunkte und das Ansehen von Professoren können zusätzliche Entscheidungskriterien sein. Verschafft euch eine möglichst genaue Kenntnis über die Verhältnisse an eurem möglichen Studienort und der Hochschule.
Eine Wohnung oder einen Wohnheimplatz zu finden, sollte keine Hürde sein, um ein Auslandsstudium anzutreten. Auch ausländische Universitäten und Hochschulen bevorzugen behinderte und chronisch kranke Studierende bei der Vergabe von Wohnheimplätzen.
Ein Bibliotheksservice im Ausland und an der ausländischen Hochschule ist keine Selbstverständlichkeit. Oftmals sind die Bibliotheken veraltet oder bieten keinen barrierefreien Zugang an.
Ihr solltet Euch deshalb vorher informieren, ob die Hochschule einen ausgewiesen Bibliotheksservice anbietet und ob ihr mit technischer als auch tatkräftiger Unterstützung in der Bibliothek rechnen könnt. Zu einem barrierefreien Bibliotheksservice sollte unter anderem eine verlängerte Ausleihfrist für sämtliche Medien, ein Informationszentrum für Menschen mit Behinderung, eine Unterstützung bei der Literatur- und Medienbeschaffung aus weiter entfernten Bereichsbibliotheken und ausreichend viele Sonderarbeitsplatz mit höhenverstellbarem Arbeitstischen und Großbildschirmen gehören. Außerdem ist es oftmals möglich, dass Sehbehinderte kostenlose Kopien erhalten. (weiterlesen …)
Die Behindertenberatung im Ausland ist oft sehr persönlich und eine Vielzahl von Behinderungsformen werden aktiv unterstützt. Auch baulich sind viele Universitäten auf die unterschiedlichen Behinderungsformen eingestellt.
Dennoch ist dies nicht immer so. Deshalb solltet ihr euch im Vorfeld bei der zuständigen Behindertenberatung informieren, welche Unterstützungen für welche Behinderungsformen zu erwarten sind. Dies muss für ein angestrebtes Praktikum als auch für ein Studium geklärt werden. Besonders die Universitäten in den USA bieten oftmals ein Orientierungstraining und eine Unterrichtsassistenz an. Außerdem werden Gaststudenten mit Behinderung oft besonders ausgebildete “fellows” zur Seite gestellt. Die “fellows” sind bei jeder Behinderungsform eine Erleichterung und helfen auch bei der Suche nach sozialen Kontakten, teilweise sogar auch beim Einkauf oder der anfänglichen Organisation des Alltags. Aber genau dies hängt eben auch von eurer Behinderungsform ab. Oft müssen andere Fragen für einen Rollstuhlfahrer als für einen Taubstummen geklärt werden. Ich denke das ist euch klar, sollte sich aber in euren Fragen an die Behindertenberatung im Gastland wiederspiegeln. (weiterlesen …)
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausführlicher auf das Thema „Krankenversicherung“ beim Auslandsstudium mit Behinderung zurückkommen und euch ein paar Tipps geben, auf was ihr diesbezüglich achten solltet.
Abschluss einer privaten Krankenversicherung für mich notwendig
Der Abschluss der richtigen Krankenversicherung war vor meinem Auslandsaufenthalt eine der größten Hürden, die ich zu überwinden hatte. Zwar gibt es innerhalb der Europäischen Union Abkommen zwischen den einzelnen Staaten für gesetzlich Versicherte; diese Abkommen gelten jedoch nicht außerhalb Europas und damit auch nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Für die USA musste ich also eine private Krankenversicherung abschließen. Dies gestaltete sich aus folgenden Gründen sehr schwierig.
Vorschriften bei Reise-Auslandskrankenversicherungen
Erstens: Die normalen Auslandskrankenversicherungen, die man in Zusammenhang mit Auslandsreisen abschließt, gelten höchstens drei Monate in Folge.
Zweitens: Private Krankenversicherungen verlangen immer ein Gesundheitszeugnis als zusätzliche „Absicherung“, wenn etwas passiert – für mich als Student mit chronischer/dauerhafter „Vorerkrankung“, wie es offiziell heißt, natürlich nicht gerade günstig…
Die Rettung: Ein Rundum-Paket eines Dienstleisters ohne Gesundheitsüberprüfung
Nach umfangreicher Recherche habe ich schließlich ein „Rundum-Paket“ bei einem Finanzdienstleister gefunden. Dieses Paket beinhaltete auch eine Krankenversicherung, allerdings ohne die von anderen Versicherungsanbietern vorgeschriebene Gesundheitsüberprüfung. Damit war schließlich alles klar, und ich konnte den nächsten Punkt auf meiner Vorbereitungs-Liste abhaken…