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Dienstag, November 22nd, 2011

Die Frage stellt sich für viele Schülerinnen und Schüler, die gerade ihr Abitur hinter sich haben. Was soll ich studieren? Gerade für Behinderte, die gerne einmal ins Ausland möchten, ist leider nicht alles so barrierefrei, wie es gewünscht ist. Allerdings gibt es eine Menge Möglichkeiten, der Sache auf den Grund zu gehen.

Bevor man sich entscheidet, sollten wichtige Dinge geklärt werden.

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Behinderte Studierende, die zur Bewältigung ihres Studienalltags einen Gebärdensprachdolmetscher benötigen, können dies bei einem Auslandsstudium in Spanien vorfinden. Dies meint zumindest eine betroffene Studentin in ihrem Erfahrungsbericht. Die Studierende studierte für einige Semester Technischen Umweltschutz an einer Hochschule im spanischen Valencia. Um ein projektbezogenes Studium im Ausland erfolgreich durchführen zu können, muss vorweg eine ausführliche Informationsbeschaffung stehen. Dies gilt vor allem für Studierende mit einer Behinderung, weil ein Auslandsaufenthalt einer gründlichen Organisation bedarf.

Die Studentin gibt an, dass eine selbstbestimmte Recherche auf jeden Fall zu einem eigenständigen Studium dazu gehört. Zur Recherche gehört es, sich nach verschiedenen Universitäten in denen ein Praxissemester im eigenen Fach möglich ist umzusehen. Des Weiteren empfiehlt die gehörlose Studentin behinderten studierenden nachzufragen, ob es schon Erfahrungen mit studierenden mit der gleichen Behinderung gegeben hat. Dies könnte die Zusammenarbeit vor und während des Aufenthalts im Ausland erheblich erleichtern. (weiterlesen …)

Ein Semester im Ausland zu studieren ist für den erfolgreichen Abschluss eines Hochschulstudiums wichtig geworden. Dies gilt auch für Menschen mit einer Behinderung. Da behinderte Menschen individuelle Bedürfnisse haben und häufig auch der Förderbedarf, sowie die Organisation des Auslandsaufenthalts einer langen Planung bedürfen, sollte das auch bei einem Studienaufenthalt in England so sein.

Ein behinderter Student der Dokumentations- und Kommunikationswissenschaft entschloss sich dazu sein Praxissemester an einer englischen Hochschule zu verbringen. Ausschlaggebend für die Wahl des Landes war vor allem die Sprache. Der betroffene Student verfügte über gute Englischkenntnisse und deshalb fiel die Wahl auf eine englische Hochschule. Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz hörte sich der schwerhörige Studierende zunächst in seinem näheren Umfeld um. Er erfragte, ob Firmen in England bekannt seien, an die er sich wenden könne. Ebenso recherchierte der Studierende umfassend im Internet nach Firmen, die ihn interessieren könnten. Letztendlich kam der Student bei einer Firma, die mobile, elektronische Messgeräte für chemische und physikalische werte herstellt unter. Besonders wichtig für einen behinderten Studierenden ist der Erfahrungsaustausch. So unterhielt sich der schwerhörige Student, bevor er sein Praxissemester in England absolvierte mit einer behinderten Studentin, die bereits dort gewesen ist. Die neuen Informationen halfen ihm bei der Organisation und Durchführung seines Aufenthalts im Ausland. (weiterlesen …)

Montag, Juni 15th, 2009

Die Wahl des Studienorts ist wichtig für ein erfolgreiches Auslandsstudium. Ihr solltet deshalb – abhängig von eigenen Interessen und Voraussetzungen – die für euch passenden Hochschulangebote recherchieren.

Bestehende Auslandsverbindungen der Hochschule, bestimmte Forschungsschwerpunkte und das Ansehen von Professoren können zusätzliche Entscheidungskriterien sein. Verschafft euch eine möglichst genaue Kenntnis über die Verhältnisse an eurem möglichen Studienort und der Hochschule.

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Mittwoch, Juni 10th, 2009

Eine Wohnung oder einen Wohnheimplatz zu finden, sollte keine Hürde sein, um ein Auslandsstudium anzutreten. Auch ausländische Universitäten und Hochschulen bevorzugen behinderte und chronisch kranke Studierende bei der Vergabe von Wohnheimplätzen.

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Die Vorbereitung eines Auslandsstudiums kostet  – egal ob der Student eine Behinderung hat oder nicht – enorm viel Zeit und Aufwand. Länger dauert es bei Menschen mit Behinderung oft nur deshalb, weil natürlich die gesundheitlichen Aspekte eine Rolle spielen und die medizinische Versorgung, Versicherung etc. gewissenhaft vorbereitet werden muss. Dennoch, aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Mühe lohnt sich, denn man lernt eine Menge für das spätere Leben in Selbständigkeit!

In meinem Fall hat die gesamte Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt knapp zwei Jahre gedauert. Hier ein paar Hinweise zu den einzelnen Schritten. (weiterlesen …)

Für die Zeit meines Studiums in den USA hatte ich mir vorgenommen, die bis dahin mühevoll erarbeitete Selbständigkeit so gut es geht anzuwenden und für Freizeitaktivitäten zu nutzen. Vor allem bei den Reisen innerhalb der USA funktionierte das sehr gut: Reisenden mit Behinderung werden dort bei weitem nicht so viele „Steine“ in den Weg gelegt wie in Deutschland, das fängt schon beim Check-In an.

Umstieg am Flughafen Chicago O’Hare völlig problemlos

Beispiel Flughafen: Bei der Anreise in den Bundesstaat Minnesota musste ich am Flughafen Chicago O’Hare in ein anderes Flugzeug umsteigen. Die Betreuung in Chicago war sehr gut, ganz anders, als ich es von Deutschland gewohnt war: Ich wurde nach der Ankunft in Chicago direkt am Flugzeug abgeholt, zu meinem Rollstuhl gebracht und in den Rollstuhl umgesetzt und anschließend zu einer „Lounge“ weitergeleitet. Diese großzügigen, komfortablen Aufenthaltsräume sind in Chicago normalerweise Fluggästen vorbehalten, die erster Klasse oder „Business Class“ fliegen. Anders in den USA: In den Räumen gibt es Essen und Trinken, einen Fernseher, Spielzeug für allein reisende kleine Kinder, sowie rollstuhlgerechte Sanitäranlagen, die ich nutzen konnte – diese sind allerdings in den USA ohnehin die Regel. In der „Lounge“ durfte ich auf meinen Anschlussflug warten, von dort brachte man mich wieder zum Flugzeug, die Mitarbeiter halfen mir außerdem beim Umsteigen in den Flugzeugsitz. Der ganze „stopover“, wie ein Zwischenstopp auf Englisch genannt wird, verlief somit für mich völlig stressfrei!

Wer einen längeren Auslands-Studienaufenthalt plant, sollte sich vorab noch gründlich von Ärzten untersuchen lassen. Gerade für Menschen mit Behinderung ist ein solcher Check-up wichtig und sinnvoll, da hier eine Erkrankung im Ausland zu größeren Schwierigkeiten führen kann.

Im Ausland weniger Ärzte mit behindertengerechter Praxis

Gegebenenfalls hat man keinen Ansprechpartner in medizinischen Belangen und evtl. vorhandene Sprachbarrieren können dies noch zusätzlich erschweren. Beherrscht man zum Beispiel in der Anfangszeit die Landessprache noch nicht richtig, ist es schwer, den optimalen Arzt zu finden. Solche Ärzte findet man auch daheim oft auf Empfehlung, was aber im Ausland aufgrund der zu Anfang zwangsläufig geringeren sozialen Kontakte nicht leicht ist.

Zudem ist es im Ausland oftmals schwer, einen Arzt mit behindertengerechtem Zugang und der entsprechenden Ausstattung zu finden.

Auslandskrankenversicherungen oft nicht lange gültig

Was viele Patienten nicht wissen: Behandlungen im Ausland können sehr teuer werden, da viele Krankenkassen nicht grundsätzlich alle Kosten für Arztleistungen, wie zum Beispiel Zahnersatz übernehmen. Zudem gelten auch Auslandskrankenversicherungen oft nur für ein paar Wochen oder Monate.

Auf Qualifikation/Berufserfahrung des jeweiligen Facharztes achten

Weiter stellt sich bei Behandlungen im Ausland auch immer die Frage nach der Qualifikation des behandelnden Arztes. Die Geltendmachung möglicher Garantieansprüche kann bisweilen schwer werden, da man – auch wenn man schon wieder zurück in Deutschland ist – teilweise zu dem behandelnden Arzt reisen muss, um Behandlungsfehler kostenfrei korrigieren zu lassen. Insbesondere bei Zahnbehandlungen (z. B. Zahnimplantaten) kommt dies öfters vor.

Check-Up noch vor der Abreise durchführen lassen

Daher empfehle ich euch, noch vor der Abreise ins Ausland einen umfassenden medizinischen Check-up machen zu lassen. Denn wenn vorab die wesentlichen gesundheitlichen Fragen geklärt sind, steht dem erfolgreichen Auslandsstudium nichts mehr im Wege.