Das Flughafenpersonal ist oftmals sehr gut geschult, trotzdem fehlt den Mitarbeitern am Boden und in der Luft in vielen Fällen die Erfahrungen, wie sie mit behinderten Reisenden umgehen müssen. Wenn Ihr also Euer Auslandsstudium plant und mit dem Flugzeug reist, solltet Ihr Euch daher vorab sehr gut bei der Airline informieren, damit Ihr dem Personal ein wenig Hilfestellung geben könnt und ich auf die Reise einstellen könnt.
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Für die Zeit meines Studiums in den USA hatte ich mir vorgenommen, die bis dahin mühevoll erarbeitete Selbständigkeit so gut es geht anzuwenden und für Freizeitaktivitäten zu nutzen. Vor allem bei den Reisen innerhalb der USA funktionierte das sehr gut: Reisenden mit Behinderung werden dort bei weitem nicht so viele „Steine“ in den Weg gelegt wie in Deutschland, das fängt schon beim Check-In an.
Umstieg am Flughafen Chicago O’Hare völlig problemlos
Beispiel Flughafen: Bei der Anreise in den Bundesstaat Minnesota musste ich am Flughafen Chicago O’Hare in ein anderes Flugzeug umsteigen. Die Betreuung in Chicago war sehr gut, ganz anders, als ich es von Deutschland gewohnt war: Ich wurde nach der Ankunft in Chicago direkt am Flugzeug abgeholt, zu meinem Rollstuhl gebracht und in den Rollstuhl umgesetzt und anschließend zu einer „Lounge“ weitergeleitet. Diese großzügigen, komfortablen Aufenthaltsräume sind in Chicago normalerweise Fluggästen vorbehalten, die erster Klasse oder „Business Class“ fliegen. Anders in den USA: In den Räumen gibt es Essen und Trinken, einen Fernseher, Spielzeug für allein reisende kleine Kinder, sowie rollstuhlgerechte Sanitäranlagen, die ich nutzen konnte – diese sind allerdings in den USA ohnehin die Regel. In der „Lounge“ durfte ich auf meinen Anschlussflug warten, von dort brachte man mich wieder zum Flugzeug, die Mitarbeiter halfen mir außerdem beim Umsteigen in den Flugzeugsitz. Der ganze „stopover“, wie ein Zwischenstopp auf Englisch genannt wird, verlief somit für mich völlig stressfrei!